MarteMeo-Jubiläums-Fachtagung 2017

„Würde statt Scham“ - Entwicklung und Selbstwert fördern mit Hilfe der video-basierten MarteMeo-Methode

Termin: 17.11.2017 | Leitung: Annegret Sirringshaus-Bünder und Prof. Dr. Peter Bünder

20 Jahre MarteMeo-Weiterbildung im Kölner Verein für systemische Beratung e.V.

1997 haben wir mit Unterstützung von Maria Aarts die erste MarteMeo-Weiterbildung in Deutschland begonnen. 20 Jahre später nehmen wir dies zum Anlass, um ehemalige und aktuelle Teilnehmer/innen sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen zu einer Jubiläumstagung nach Köln einzuladen.
Kern der MarteMeo-Methode ist ein positives, auf die Ressourcen des einzelnen Menschen orientiertes Menschenbild, welches davon ausgeht, dass alle Menschen den Wunsch haben, ihre nahen Beziehungen positiv und befriedigend zu gestalten. Ist dies durch soziale, körperliche oder psychische Einschränkungen und Belastungen gefährdet oder nicht möglich, sind häufig Gefühle von Hilflosigkeit, Resignation und/oder Scham die Folge.
Die Hilfen öffentlicher Institutionen, wie der Jugendhilfe, des Sozialamtes oder des Gesundheitssystems, die als Unterstützungs- und Beratungsangebote gedacht sind, erleben viele Menschen vordringlich leider nicht nur als Hilfe, sondern auch als beschämend, da öffentlich wurde, dass sie ihr Leben scheinbar nicht alleine bewältigen können. Erfahrungen zeigen, dass dann häufig tieferliegende Probleme und Belastungen kaum angesprochen werden, weil Scham dies verhindert.
MarteMeo begegnet hilfesuchenden Menschen in ihrem Alltag. Kleine, alltägliche Szenen, z.B. zwischen Eltern und Kindern, werden mit der Kamera festgehalten und daraufhin analysiert, was in diesen Interaktionsmomenten gelungen oder zumindest ansatzweise gelungen ist. Basierend auf einer konsequent ressourcenorientierten und fehlerfreundlichen Haltung kann MarteMeo einen wertvollen Beitrag dazu leisten, belasteten und ratsuchenden Menschen zu helfen, ihre Selbstachtung zu stärken und ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung zu erweitern, um so ihre menschliche Würde wieder mehr zu spüren. Dies eröffnet neue, veränderte Handlungsoptionen und wirkt letztendlich selbstverstärkend.
Unsere Jubiläums-Fachtagung möchte einladen, gemeinsam auf die vielfältigen Bereiche zu schauen, in denen MarteMeo heute erfolgreich angewendet wird. Erfreuen Sie sich mit uns an dieser Erfolgsgeschichte und diskutieren Sie mit uns Ihre Erfahrungen, Ihre Fragen und vor allem, wie diese gute Entwicklung weiter fortgesetzt werden kann.

Programm Freitag, 17.11.2017

09.30 – 10.00: Stehkaffee

10.00 – 10.15: Begrüßung und Einstimmung durch Prof. Dr. Peter Bünder (MM-Licensed Supervisor)

10.15 – 11.10: Vortrag A. Sirringhaus-Bünder (MM-Licensed Supervisor)
20 Jahre MarteMeo im Kölner Verein: Rückblick und Ausblick

11.10 – 11.30: Kaffeepause

11.30 – 12.30: Vortrag Christel Baatz-Kolbe (MM-Colleague Trainer)
Würde statt Scham – Die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten der MarteMeo-Methode

12.30 – 14.00: Mittagspause

14.00 – 15.30: Workshop – Phase 1 (WS 1 + 2)

15.30 – 16.00: Kaffeepause

16.00 – 17.30: Workshop – Phase 2 (WS 3 + 4)

MM-Workshop (Phase 1)

WS 1
Filmbearbeitung für MarteMeo leicht gemacht, Paul Hofmann, HPLG Bern / CH
WS 2
MarteMeo – auf Augenhöhe mit Menschen mit Demenz, Dr. med. Ursula Becker / Alfter

MM-Workshop (Phase 2)

WS 3
MarteMeo in der Frühförderung, Gabriele Rudo-Görner / Essen
WS 4
„Entwicklungsunterstützung mit Hilfe der MarteMeo-Methode in KiTas des Evangelischen Kirchenkreises Hamm“. Gaby Reitmayer, Hamm

Programm Samstag, 18.11.2017

09.00 – 09.10: Begrüßung und Organisatorisches

09.10 – 10.30: Vortrag Prof. Dr. habil. Silke Gahleitner:
Bindungsstörungen bei Kindern erkennen und angehen: Der Nutzen von Traumapädagogik und Psychotraumatologie in der Beratung von belasteten Familien.

10.30 – 11.00: Kaffeepause

11.00 – 12.30: Workshop – Phase 3 (WS 5, 6, 7)

12.30 – 13.45: Mittagspause

13.45 – 15.15: Workshop – Phase 4 (WS 8, 9, 10)

15.15 – 16.00: Interaktiver Ausklang

MM-Workshop (Phase 3)

WS 5
MarteMeo in der Sozialpädagogischen Familienhilfe, Birgit Kaminski / Ute Reichl
WS 6
MarteMeo mit autistischen Kindern und Jugendlichen, Dr. med. Sibylle Grevenkamp / C.M. Baum
Achtung: WS 6 ist leider ausgebucht!
WS 7
MarteMeo in der Ausbildung von Heilpädagog/innen, Kristin Hoffmann, Flensburg + Schüler/innen

MM-Workshop (Phase 4)

WS 8
MarteMeo in der Schule, Ulrich Schmidt / Hamburg
WS 9
MarteMeo in der Mutter-Kind-Einrichtung „MamaMia“, Harald Baumgartner + Gerda Wanner / Axams –Tirol
WS 10
MarteMeo in der ambulanten Jugendhilfe mit Jugendlichen, Andrea Nicke / Recklinghausen

Detailierte Informationen zu den einzelnen Workshops entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Programm: mm_fachtagung_2017-internet-2

Wichtig: Bitte wählen Sie mit Ihrer Anmeldung für jede Workshop-Phase einen Workshop aus.
Wir bemühen uns, Ihre Wahl soweit wie möglich umzusetzen.
Aus organisatorischen Gründen erfolgt die Zusage nach dem bekannten Mühlenprinzip
(„Wer zuerst kommt, …“).

Organisatorisches

Tagungsgebühr
Die Tagungsgebühr beträgt bei einer schriftlichen Anmeldung* bis:
1) 31. März 2017 180 € *
2) 30. September 2017 210 €
3) ab 01. Oktober 2017 230 €
4) „Huckepack“ (2 Personen bis 30.09.17) 360 €
* es gilt das Datum von Poststempel oder Eingang der E-Mail.
Die Teilnahmegebühr enthält für beide Tage ein Mittagessen (Büfett) sowie ein heißes Getränk am Vor- und Nachmittag.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich schriftlich per Post mit dem Anmeldeformular, per E-Mail oder über unsere Homepage online an. Mit unserer schriftlichen Zusage für die Teilnahme verpflichten Sie sich gemäß unserer AGB, innerhalb von 21 Tagen die jeweils fällige Tagungsgebühr (siehe oben) zu entrichten.
ACHTUNG: Das Anmeldeformular zu dieser Veranstaltung steht Ihnen in Kürze hier zur Verfügung.

Rücktritt
Ihre Abmeldung muss ebenfalls schriftlich erfolgen. Bis zum 31.03.2017 ist nur eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20 € zu entrichten. Bis zum 31.06.2017 sind 50 Prozent, ab dem 01.07.2017 der volle geltende Tagungsbeitrag zu begleichen. Ihre Anmeldung ist auf eine andere Person übertragbar.

Tagungsadresse
Jugendherberge Köln-Riehl, An der Schanz 14, 50735 Köln, Telefon 0221 / 976 51 30

Anreise
ÖPNV: Ab Hauptbahnhof in die U-Bahn, alle Straßenbahnen nach Köln-Mülheim, Haltestelle Boltensternstraße; siehe dort die Ausschilderung zur Jugendherberge.
Fußgänger / Radfahrer: Die Jugendherberge liegt direkt am Rhein zwischen Mülheimer Brücke und Zoobrücke, ca. 30 Gehminuten vom Dom/Hbf.
Fahrzeug:
BAB 3: AB Köln-Ost, Stadtmitte/Zentrum, auf Zoobrücke Abfahrt Rheinufer, dort links, nach ca. 800 m rechts auf kostenlosen Parkplatz
BAB 4: AB Köln-Süd, Richtung Zentrum, am Verteiler Süd rechts zum Rheinufer, Rheinuferstraße bis zum Parkplatz (siehe oben)
BAB 57: am Autobahnende Richtung Kreuz Ost, vor der Zoobrücke rechts nach Köln-Riehl, am Rheinufer links, 800 m bis zum Parkplatz (siehe oben).

Unterkunft
Für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmer/-innen besteht die Möglichkeit, am Freitag in der Jugendherberge Köln-Riehl zu übernachten. Die Übernachtung im Einzelzimmer mit Frühstück kostet 57,30 Euro.
Bitte erfragen Sie die konkreten Modalitäten dazu bei unserer Geschäftsstelle.
Ein Rechtsanspruch auf eine Unterkunft besteht nicht.
Alternativ wenden Sie sich bei Bedarf frühzeitig an „Köln-Tourismus“, Telefon 0221 / 221 – 304000 oder über info@koelntourismus.de

Für einen direkten Kontakt erreichen Sie unsere Geschäftsstelle unter:
Telefon: 0221 / 88 48 66 (montags von 9:00 – 12:00 Uhr)
E-Mail: kontakt@koelner-verein.de

 

flyer_ft-mm_2017_internet.pdf Online-Anmelde-Formular