Vereinsaktivitäten

Unsere Themenabende stellen unser öffentliches Fachforum für die Beschäftigung mit aktuellen systemischen Fragestellungen dar. Sie sind jeweils ein kollegiales Treffen in Form eines anregenden Informations- und Diskussionsabends zur Erweiterung von Perspektiven. Wir nutzen sie unter anderem dazu, interessante Abschluss- arbeiten von systemischen Weiterbildungsteilnehmer/ -innen vorzustellen und zu diskutieren.

Die Teilnahme an unseren Themenabenden ist kostenlos.

Nach einem angemessenen theoretischen Einstieg in die jeweilige Themenstellung ist ausreichend Zeit für eine anregende Diskussion, die eine(r) unserer Lehrtherapeuten/therapeutinnen moderieren wird.

Im Jahr 2019 laden wir Sie zu vier Veranstaltungen ein:

  1. Dienstag, 19.02.2019
    Michaela Winkler
    „Stiftungen – Einblick in eine faszinierende Welt“
  2. Dienstag, 26.03.2019
    Antje Kampert
    „Heute schwänze ich die Schule! Bewusste Entscheidung, Hilferuf oder Lösung? Eine Annäherung an das Thema „Schulverweigerung“ bei Kindern und Jugendlichen.“
  3. Mittwoch, 05.06.2019
    Annegret Sirringhaus-Bünder
    „Würde statt Scham – Über den Umgang mit dem Gefühl der Scham in Beratung und Therapie“

Kurzbeschreibung 2. Themenabend 2019 am 26.03.2019, 19 Uhr:

Leitung: Antje Kampert

Heute schwänze ich die Schule! Bewusste Entscheidung, Hilferuf oder Lösung? – Eine Annäherung an das Thema „Schulverweigerung“ bei Kindern und Jugendlichen.

In meiner täglichen Arbeit mit Jugendlichen begegnet mir immer wieder das Thema „Schulverweigerung“ in all seinen Facetten. Georg hat in der 6. Klasse begonnen, die Schule zu schwänzen. Trotz 360 unentschuldigter Fehlstunden passierte nichts bis zu seinem Rauswurf. Justins „Schulschwänzerkarriere“ begann in der 9. Klasse. Seine Entschuldigungen hat er sich selbst geschrieben. Mit seiner „Schulschwänzer-Peergroup“ verbrachte er die Tage. Murats Weg führt über das Gymnasium an die Realschule bis zur Hauptschule. Einen Schulabschluss hat er nicht.

So individuell und vielfältig die Geschichten der unterschiedlichen Schulkarrieren sind, so offensichtlich werden die damit verbundenen Schwierigkeiten beim Übergang ins Erwachsenenleben. Fehlende oder schlechte Schulabschlüsse sind Folgen des Schulabsentismus. Dies wiederum verringert die Chancen auf einen qualifizierten Ausbildungsplatz und führt häufig wiederum in ein Abhängigkeitsverhältnis aufgrund prekärer Verhältnisse.

Nach einem kurzen theoretischen Input soll der Schwerpunkt der Auseinandersetzung deshalb darauf liegen, wie in Schule, Schulsozialarbeit, SPFH oder Jugendhilfe damit umgegangen werden kann. Folgende Fragen stehen zur Diskussion:

  • Lohnt der Kampf um Schulverweigerer?
  • Wie ist es möglich, dass Jugendliche so eine große Macht gegenüber der Institution Schule haben?
  • Individuelle und institutionelle Konfliktdynamiken und Konfliktmuster.
  • Verstrickungen in den Konfliktbeziehungen zwischen den Jugendlichen und ihren Professionellen.
  • Helfen Belohnungssysteme?
  • Schulverweigerung als Strukturproblem.
  • Zusammenspiel System Schule – Jugendlicher – Familie.
  • Welche systemisch-lösungsorientierten Methoden kann ich in meiner Arbeit nutzen?
  • Wie schütze ich mich als Professionelle vor Versagensgefühlen und Ausgebranntsein?

Ich freue mich auf viele Anregungen und Erfahrungen aus der Gruppe und einen regen Austausch.


Für die organisatorische Planung des jeweiligen Abends benötigen wir von Ihnen bei Interesse eine kurze Anmeldung per Telefon oder Email an die Geschäftsstelle.

Die Thematischen Fachabende beginnen um 19.00 Uhr.

Veranstaltungsort ist das Bürgerzentrum Engelshof e.V.

Eine Anfahrtsbeschreibung zum Bürgerzentrum Engelshof finden Sie hier: Anfahrt Engelshof